Mar 26

Heute hat der Verkauf der Tickets fürs StartupWeekend begonnen. Ich habe mir natürlich gleich eins von den “Visionary Special”-Tickets gesichert. Gefällt mir, der Titel. Visionär zu sein ist cool, auch wenn man natürlich durch das Ticket keiner wird, ich finde es gut, dass durch solche Kleinigkeit darauf hingewiesen wird, dass “the vision thing” (TM) meistens viel wichtiger als eine Menge anderer Dinge ist.

Begonnen hat das ganze aber gleich mal mit einer Panne: Die Anbindung von mixxt an den amiando-Ticketshop hat nicht richtig funktioniert.  Zuerst war überhaupt keine Anbindung vorhanden, dann ging es zwar, aber nur wenn den Standardweg geht (den ich zufällig auch genommen habe): Bei mixxt gleich zusagen, dass man kommt und dann gleich bei amiando das Ticket bestellen. Wer zwischendurch mal irgendwo auf Abbrechen oder so klickt, brachte das System durcheinander. Offensichtlich war die Anbindung bei mixxt noch nicht so richtig implementiert und niemand hat das vorher gemerkt… aber ok, so ist das Leben ;) Außer der ersten Version der Matrix ist ja bekanntlich nichts perfekt.

Auf jeden Fall bin ich schon sehr gespannt und freue mich unheimlich über das kommende StartupWeekend. Ich denke, dass es sicher eine tolle Sache werden wird und ich dabei wieder viel lernen werde. “A landmark event”?

Eine andere Sache, die ja heute wieder durch die Medien ging, ist weniger erfreulich: Lidl ist offensichtlich mindestens so viel Stasi, wie immer behauptet wurde. Dabei stellt sich mir schon aus technischer Sicht eine Frage: Warum gibt es zum Beispiel überhaupt noch Kassierer? Weil es dann mehr Arbeitsplätze gibt? Wenn man endlich alles mit RFIDs ausstatten würde, bräuchte man keine Kassierer(innen) mehr und die Gefahr, dass diese so behandelt werden, wie bei Lidl bestünde erst gar nicht.

Und die andere Sache, die ich nicht verstehe, ist, warum Lidl die Mitarbeiter so behandelt. Ganz naiv: Sorry, das ist kein Kapitalismus. Das ist blanker Unsinn. Ein richtig kapitalistisches Unternehmen würde seine Mitarbeiter sehr gut behandeln (man nehme sich Google als Vorbild). Kapitalismus bedeutet, dass man so viel Geld wie möglich anhäuft. Man könnte das aber auch so sehen, wie einen Marathon: Wer am Anfang gleich richtig schnell rennt und seinen Körper “ausbeutet”, wer in der Analogie also seine Mitarbeiter ausbeutet, der rennt nicht sehr lange, macht in der Analogie also nicht sehr viel oder nicht sehr lange Geld. Ergo erreicht er keine Gewinnmaximierung, das kann also kein Kapitalismus sein.

Gewinnmaximierung und glückliche Mitarbeiter sind also zwei unmittelbar untrennbare Zielsetzungen. Wenn man zu wenig Geld macht, sind die Mitarbeiter nicht so glücklich, wie als hätten sie ihren eigenen Firmen-Pool und das Umgekehrte sieht man bei Lidl. Welches Unternehmen wirft auch noch nach vielen Jahren noch fette Dividenden an die Aktionäre ab, welches Unternehmen hat dauerhaft Gewinnsteigerungen? Das, bei dem die Mitarbeiter ständig schlecht behandelt werden oder das, wo sie gerne sind und sich wohl fühlen? Ich denke, die Antwort ist klar und eindeutig.

Was Lidl also macht, ist eher das gleichmäßige Verteilen von Elend: Elend für die Mitarbeiter und suboptimale Qualität für den Kunden. (Produkte, Service etc. Ich gehe doch viel lieber in einen Laden, in dem die Mitarbeiter lächeln und sich freuen.) Laut Winston Churchill (“Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends.”) handelt es sich also um sozialistisches Unternehmen.

Welch Zufall, dass Lidl dann auch noch mit der Stasi verglichen wird?

Mar 18

Wo sind die Gründer?

Heute war ich wieder beim Munich-Online-Network-Treffen. War mal wieder ganz interessant, aber irgendwie wird es schon etwas langweilig. Zu wenige Gründer. Zu viel Marketing. Nichts gegen die, die sind wichtig. Aber wo bleiben die Leute, die etwas Handfestes und Dinge entwickeln?

Und wo bleiben die Gründer? Es ist ja ganz schön, dort ein paar Leute aus der Szene zu treffen, aber ich will ja auch Leute treffen, von denen ich gründungstechnisch etwas lernen kann. Eigentlich sollte die Veranstaltung ja gerade auch dazu gedacht sein. Insofern würde ich mir wünschen, dass demnächst wieder mehr Gründer anzutreffen sind.

Aber immerhin: Tobias von WhatsYourPlace habe ich wieder getroffen, außerdem Markus Steiner, der grade an einem neuen Unternehmen bastelt, mir aber nicht sagen wollte, an was genau, Andreas Hüsch, der Online-Marketing macht und natürlich war ich wie immer mit Manuel von MyAlikes dort.

Außerdem habe ich wieder einmal etwas gemacht, was ich gerne mache: Den Leuten von Teilaspekten meiner Ideen erzählen und die Reaktionen einsammeln, um ein möglichst präzises Modell von möglichen Auswirkungen und Aspekten der Realisierung und des Marketings frühzeitig einzufangen. Das ist ungefähr so, wie wenn man mit Lego-Bausteinen durch die Gegend wirft und an den Blicken erkennt, was die Leute von dem ganzen Lego-Bauwerk denken würden.  Ich muss das noch verfeinern, aber ich glaube, es kann unglaublich wirkungsvoll sein.

Mar 15

Wie schon vor einiger Zeit erst prophezeit, erfüllt sich immer mehr, was ich befürchtet gehofft hatte: amiando wird förmlich zur Droge :D Wie soll ich davon nur wieder wegkommen?

Heute lief mal eine richtig große “soziale Team-Aktion” an: Wie schon angekündigt, gab es nach nachmittags nach einem sehr interessanten Team-Meeting, wo ich wieder einige hilfreiche Infos Richtung Unternehmensgründung und Finanzierung gekriegt habe, eine Runde “all-you-can-eat-Pizza”. Am Schluss war es dann im Endeffekt eine Pizza für jeden, aber auf jeden Fall eine super Aktion. Das ist einfach perfekt, so motiviert man sein Team!

Und danach haben wir dann noch erst zu 8., dann zum Schluss nur mehr zu 4. Halo (Halo 1!) gezockt. Das war das einzige Spiel, was wir beim Saturn gefunden haben und was auf allen Rechnern lief… mit Onboard-Grafik ^^ In der Küche haben die nicht ganz so harten Zocker sich an der Wii mit Tennis sportlich betätigt.

Und offensichtlich arbeite ich zur Zeit an einem Modul der Seite, das man auch gut präsentieren kann. Natürlich kann ich nicht verraten, wer da wann was von meiner Arbeit zu Gesicht bekommen könnte, aber ich bin zumindest sehr stolz darauf. Hätte nicht gedacht, dass es so schnell gehen kann :)

Insgesamt also ein wundervoller Tag. Ich kann es kaum fassen. Früher war alles so langweilig, so wenig ein Team, so unprofessionell, so unmotiviert (in der Schule zum Beispiel). Was amiando jetzt ist, ist Teil meiner Vision. “Unbelievable.”

Everything is beautiful.