Nov 24

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Das Barcamp war wirklich toll! Ich habe eine Reihe an Leuten aus der Szene wieder getroffen, vor allem auch endlich wieder die Hamburger Szene, die ich im Mai zuletzt gesehen habe.

Was beim Barcamp Hamburg auch exzellent war, war das Essen. Es war reichlich vorhanden, sehr viel Auswahl und insgesamt gut organisiert. Da kann München auch noch etwas nachholen ;)

Von den Sessions her fand ich die Marketing-Sessions ziemlich öde, die Technik-Sessions haben mir aber umso mehr gefallen. Zum Beispiel gab es eine Session zu iPhone-Entwicklung, Brainstorming zu einem Barcamp-Organisations-Client für mobile Geräte (J2ME, iPhone, Android etc.) und Oli von mixxt hat eine Session zu China 2.0 gemacht, bei der es um die Unterschiede zwischen der deutschen und der chinesischen Webszene ging.

Am Sonntag hat Oli Gassner mir auch ein paar neue Anregungen zu Getting-Things-Done, der inzwischen wohl extrem bekannten Zeit-Management-Methode gegeben und von T-Mobile waren zwei Marketing-Typen da, die uns das G1 gezeigt haben (danke für die Aufnahme, Peate!) und erzählt haben, wie es so ungefähr in Deutschland sein wird.

Leider hatten die Typen von T-Mobile eher wenig Ahnung und konnten ein paar wichtige Sachen nicht beantworten. So haben sie weder einen Erscheinungstermin in Deutschland nennen können, noch mir begründen können, warum sie ernsthaft glauben, dass ihr Lock-In-Politik mehr Geld bringt. Meine Idee ist: Würde T-Mobile bei den Datentarifen VoIP, IM etc. nicht einschränken und anständige, ehrliche Tarife anbieten (z. B. 5 Euro pro GB, statt einer “Flatrate”, die überhaupt keine ist), dann würden so viel mehr Leute das mobile Internet nutzen, dass T-Mobile insgesamt mehr Umsatz macht. Die zwei meinten nur, das würde sich nicht rechnen, ohne es zu begründen und ich glaube, T-Mobile hat sich dabei auch verrechnet.

Sie wussten auch nicht so genau, ob man das G1 jetzt als Modem für den Laptop verwenden könnte oder nicht.

Einer der beiden von T-Mobile hat aber etwas Wichtiges angesprochen: Vom Publikum wurde angeregt, dass jetzt weder T-Mobile noch Google so vertrauenswürdig sind, was Datenschutz angeht. Der T-Mobile-Vertreter meinte aber, das sei den meisten Benutzer laut einer Befragung gar nicht so wichtig. Und das ist auch mein Eindruck.

Insgesamt hat sich das Barcamp also sehr für mich gelohnt und sehr viel Spaß gemacht. Großen Dank an das Orga-Team und Otto, die den Standort zur Verfügung gestellt haben und an die Sponsoren!

Nov 15

Ich bin zur Zeit auf meinem persönlichen “Klasse statt Masse”-Trip. Deswegen war in den letzten Wochen die Blog-Post-Quote in meinem Blog auch etwas irregulär. Es gab eine Reihe an Tagen, an denen ich nicht das Gefühl hatte, etwas besonders Sinnvolles teilen zu können. In den letzten Tagen fällt mir da wieder mehr ein.

Und ich habe gerade einen interessanten Artikel gelesen, der von etwas Ähnlichem handelt: die Qualität des Netzwerkes im Sinne von “kenne ich die Leute, die mir in Twitter follown und die ich als ‘Freunde’ in diversen Social Networks habe, wirklich oder sind sie im Grunde nur Zuhörer und ich bin auf dem Weg zu einem Massenmedium, das nur mehr von Monolog geprägt ist”.

Mir ist schon seit einiger Zeit aufgefallen, dass einige Twitter mehr wie IRC benutzen, also mehr ständige Diskussion führen, als einzelne Statements mit etwas mehr Gehalt (die dann zwar über Replies verknüpft sein können, aber nicht nur Momentgedanken darstellen). Und offensichtlich scheint auch fast ein Wettkampf darüber ausgebrochen zu sein, wer die meisten Follower hat.

Das war doch alles nicht der Sinn von Web 2.0. Das klingt alles genau so wie die Quotenmessungen vom Fernsehen. Es geht mehr darum, wie viele zuhören, nicht wer genau zuhört. Web 2.0 mutiert zurück zu Web 1.0. (Was nichts Neues ist. Der Umstand, dass es wenige Leader gibt und viele Schafe, wodurch aus einer anfangs hierarchielosen Gruppe schließlich ein Team mit stärkerer Hierarchie wird, ist eines der menschlichsten Phänomene überhaupt.)

Was ich so faszinierend finde, ist, dass genau diese Entwicklung von Web 2.0 mit fast jeder neuen Technologie auch auftritt. Zuerst beginnt alles einfach, dann kommen langsam die Formalisierungen und das Universum zu der Technologie konsolidiert sich auf wenige Technologien, das geht eine Zeit lang gut und dann geht es vielen Menschen auf die Nerven. Dann werden die Strukturen wieder in Stücke gerissen, laut “back to roots” gerufen und man konzentriert sich wieder auf weniger, einfachere Strukturen. Wie bei Zen. Das vermittelt den Eindruck, dass die Menschen nie so wirklich dazu lernen würden. Warum ist das so?

Oct 22

Bei der Pressekonferenz der SYSTEMS 08, die von Klaus Dittrich und Veronika Laufersweiler gehalten wurde, wurden 2 neue Messen angekündigt, die die bisherige Systems ablösen sollen.

Eine davon wird eine IT-Sicherheits-Messe Ende Juni sein, deren Namen man aber noch nicht verraten wollte. Die andere eine “neue ITK-Veranstaltung”, die dann offensichtlich die neue Systems sein soll. Man habe zwar für die letzte Systems sehr gute Befragungswerte bei den Besuchern gekriegt und einige Unternehmen würden jetzt wieder auf der Systems vertreten sein oder stärker vertreten sein, aber man wolle trotzdem sich den neuen Trends etwas anpassen. Diese Trends sind z. B. IT-Sicherheit und “Green IT” und IT als Querschnittstechnologie (z. B. als “ambient solution” im Kühlschrank eingebaut, der automatisch nachbestellt). Man wolle aber aus den Nachfolgern der Systems nicht eine Konsumenten-Messe machen, nur weil Konsumenten-Trends im Business-Bereich immer wichtiger werden.

Insgesamt will man die Messe mehr öffnen, mehr auf neue Trends eingehen, mehr Interaktion, also auch mehr die Blogger integrieren. Gleichzeitig sollen die Nachfolger der Systems weiterhin für den Mittelstand interessant sein und man möchte in 5 Jahren Europa-weite Beachtung erreichen. Bis Ende November will man dann das genaue Konzept der Messe vorstellen.

Das Presseevent war also ungefähr so, wie ich es erwartet habe: Es wurde angekündigt, dass man etwas Neues machen will, aber leider gibt es noch nichts Konkretes. Ich bin mal gespannt, wie das dann Ende November / nächstes Jahr aussehen wird.

Weitere Berichte von Oliver Gassner und Christian Hubel, der nicht auf der Pressekonferenz war und Emmerich Consulting.

Oct 12

Wow. This was amazing.

Ich hatte das Glück, an diesem Wochenende nach einem fulminanten Start in die Woche mit Mark Zuckerberg noch mehr wirklich tolle Leute zu treffen. Das Idealab ist eine Konferenz für alle Gründungswilligen aus Deutschland und wird von der privaten Hochschule WHU Vallendar organisiert. Als Redner waren dabei hochkarätige Leute wie Oliver Samwer, Suhas Gopinath, Kolja Hebenstreit, Lukasz Gadowski und Felix Haas ;) vertreten.

Das ganze dauerte zwei Tage, wobei ich am Donnerstag schon angereist bin, wo es eine kleine Warmup-Party gab. An den zwei Tagen des eigentlichen Programms hielten eine Reihe an exzellenten Rednern Vorträge und abends und zwischendurch gab es die Möglichkeit zum lockeren Networking und Ideenaustausch. Außerdem gab es auch eine Pitch-Session. Ich habe natürlich auch die Möglichkeit genutzt und einigen von meiner Social-Learning-Idee erzählt. Dabei hat mich ein anderer IdeaLabber auf ein Startup aus San Francisco gebracht, das offensichtlich ähnliches vor hat. Gleich anschauen!

Und Freitag Nacht war ich auch noch mit einigen vom IdeaLab unterwegs. U.a. auch Suhas. Die Vorstellung mit dem jüngsten CEO der Welt Party zu machen, der zudem noch ein paar Millionen auf dem Konto hat und Übernahmeangebote von 100 Mio. von VC-Firmen einfach so nebenbei, ist einfach irgendwie krass. Und auch er ist vollkommen locker und freundlich geblieben.

Insgesamt war es also eine wirklich fantastische Sache, bei der ich sehr viele nette und smarte Leute getroffen habe, was ich jetzt gar nicht alles im Detail erzählen kann. Ich freue mich auf jeden Fall schon aufs nächste Idealab!

Sep 24

Heute hat Google in München den Google Developer Day veranstaltet. Er findet offensichtlich häufiger statt (dieses Mal schon das 3. Mal) und in mehreren Ländern. Dabei hatten wir die Gelegenheit mit Entwicklern von Google in Kontakt zu kommen und die aktuellen Entwicklungen und APIs zu sehen.

Am Schluss gab’s auch noch einen Blick auf das gPhone aka G1, das an diesem Tag in New York veröffentlich wurde. Bilder gibt’s auch.

Meinem Video Blogging für die Jungen Liberalen München folgend, probiere ich das selbe jetzt auch in meinem eigenen Blog aus:

Embedded Video

Jul 29

Blippr ist wieder ein neuer Dienst. Dort kann man im Stil von Twitter mit max. 160 Zeichen Bewertungen für Filme, Musik, Bücher etc. abgeben. Außerdem kann man per Smiley noch zwischen 4 Stufen auswählen, ob man die Sache mag oder nicht. Nicht extrem innovativ, aber doch praktisch wie ich finde. Ganze Romane an Rezensionen mögen ja ihre Berechtigung haben, aber in der Kürze liegt doch meist die Würze.

May 16

Das war die next08. Meine erste next und ich muss sagen, es war wirklich toll.
Es war zwar leider keine Revolution dabei, keine weltbewegenden Neuigkeiten

Aber die Möglichkeit des Networkings war echt spitze. Ich habe so viele neue Leute getroffen und Einsichten gewonnen und heraus gefunden, dass es doch noch ein paar Twitter-Nutzer in Deutschland gibt.
Und die Organisation der next war natürlich auch super. Man wurde ständig verköstigt, von morgens bis abends und auch in ausreichender Menge und die Stände waren auch etwas aufgeteilt, so dass man zwar doch noch etwas Schlange stehen musste, aber weniger lang als auf manch anderer Veranstaltung.
Und endlich habe ich auch mal Lukasz Gadowski persönlich getroffen. So langsam kenne ich alle wichtigen Leute in der deutschen Szene :)

Was mir etwas gefehlt hat, wären mir Veranstaltungen zu mobilen Geräten gewesen, da ich denke, dass sich da dieses Jahr schon einiges tun wird. So war die next08 halt doch mehr ein Spiegelbild der Gegenwart, Zukunftsblicke gab es auch vereinzelt, aber der Fokus lag mehr darauf, was jeder gerade macht. Wie Lukasz auch meinte, kann man das aber auch zum Vorteil nutzen. Nachdem in Deutschland immer alle hinterher sind, aber am Schluss doch das selbe wollen, kann man relativ unkreativ Dinge nachmachen und super in Deutschland Geld daraus ziehen. Man muss nur schnell genug nachmachen.

Und schließlich ist mir gestern auch aufgefallen, wie das Networking in München noch ausbaufähig ist. Es gibt zwar hin und wieder mal unregelmäßige Treffen, das ist ein Anfang, aber so ein regelmäßiges, offenes Treffen fehlt noch. Das müssen wir ändern.

May 14

So, wir sind im Hotel in Hamburg. Wundervolles Hotel.

Die Fahrt mit dem City Night Line war etwas wenig schlafreich, aber irgendwie ging’s dann doch. Aber die Fahrplan-Auskunft des HVV ist dann doch nicht ganz verbesserungsbedürftig, nachdem sie nicht immer ganz korrekte Ergebnisse liefert..

Es ist erstaunlich, wie viele Facebook-Apps es bereits gibt. (Ca. 24.000.) Und es scheint auch ziemlich viel in Deutschland los zu sein. Natürlich haben wir auch wieder die üblichen Verdächtigen von amiando und noch ein paar aus der Münchner Online-Szene getroffen.

Fotos kommen vereinzelt direkt in mein Picasa-Profil, wenn ich Lust habe sie hochzuladen.

May 5

Florian hat mich gebeten, auch auf diese Aktion aufmerksam zu machen.

Wie der Name jedem mit installierten Französisch-Extensions sofort verrät, geht es darum, alte Brillen zu sammeln anstatt sie einfach wegzuwerfen, um sie dann in Entwicklungsländer und offensichtlich auch in ärmere Teile Europas (Frankreich? o.O) zu verschicken.

Laut der Seite entspricht in manchen Regionen eine Brille dem Wert von 6 – 8 Monatsgehältern, was ich doch ziemlich heftig finde. Wobei Brillen sicherlich nicht das einzige sind, was dort sehr teuer ist und hier fast nichts mehr wert. Ich denke mir, es müsste doch einen Weg geben, wie man effizient und in großem Maßstab solche gebrauchten Nichts-Wert-Produkte koordiniert in Entwicklungsländer verfrachten kann.

Quasi ein Spende-Social-Network. Nachdem ich gleich mal gesucht habe, bin ich auf change.org gestoßen. Gleich der Satz auf der ersten Seite “What Do You Want to Change in the World?” gefällt mir :)

Aber zurück zum Thema: Wer also über eine Brille verfügt (ich zum Glück nicht :) ) und sie nicht mehr braucht: Da kann man noch jemandem damit helfen!

Muss mal meine Eltern auf die Aktion aufmerksam machen, die haben da sicher auch noch was herumliegen…

Mar 26

Heute hat der Verkauf der Tickets fürs StartupWeekend begonnen. Ich habe mir natürlich gleich eins von den “Visionary Special”-Tickets gesichert. Gefällt mir, der Titel. Visionär zu sein ist cool, auch wenn man natürlich durch das Ticket keiner wird, ich finde es gut, dass durch solche Kleinigkeit darauf hingewiesen wird, dass “the vision thing” (TM) meistens viel wichtiger als eine Menge anderer Dinge ist.

Begonnen hat das ganze aber gleich mal mit einer Panne: Die Anbindung von mixxt an den amiando-Ticketshop hat nicht richtig funktioniert.  Zuerst war überhaupt keine Anbindung vorhanden, dann ging es zwar, aber nur wenn den Standardweg geht (den ich zufällig auch genommen habe): Bei mixxt gleich zusagen, dass man kommt und dann gleich bei amiando das Ticket bestellen. Wer zwischendurch mal irgendwo auf Abbrechen oder so klickt, brachte das System durcheinander. Offensichtlich war die Anbindung bei mixxt noch nicht so richtig implementiert und niemand hat das vorher gemerkt… aber ok, so ist das Leben ;) Außer der ersten Version der Matrix ist ja bekanntlich nichts perfekt.

Auf jeden Fall bin ich schon sehr gespannt und freue mich unheimlich über das kommende StartupWeekend. Ich denke, dass es sicher eine tolle Sache werden wird und ich dabei wieder viel lernen werde. “A landmark event”?

Eine andere Sache, die ja heute wieder durch die Medien ging, ist weniger erfreulich: Lidl ist offensichtlich mindestens so viel Stasi, wie immer behauptet wurde. Dabei stellt sich mir schon aus technischer Sicht eine Frage: Warum gibt es zum Beispiel überhaupt noch Kassierer? Weil es dann mehr Arbeitsplätze gibt? Wenn man endlich alles mit RFIDs ausstatten würde, bräuchte man keine Kassierer(innen) mehr und die Gefahr, dass diese so behandelt werden, wie bei Lidl bestünde erst gar nicht.

Und die andere Sache, die ich nicht verstehe, ist, warum Lidl die Mitarbeiter so behandelt. Ganz naiv: Sorry, das ist kein Kapitalismus. Das ist blanker Unsinn. Ein richtig kapitalistisches Unternehmen würde seine Mitarbeiter sehr gut behandeln (man nehme sich Google als Vorbild). Kapitalismus bedeutet, dass man so viel Geld wie möglich anhäuft. Man könnte das aber auch so sehen, wie einen Marathon: Wer am Anfang gleich richtig schnell rennt und seinen Körper “ausbeutet”, wer in der Analogie also seine Mitarbeiter ausbeutet, der rennt nicht sehr lange, macht in der Analogie also nicht sehr viel oder nicht sehr lange Geld. Ergo erreicht er keine Gewinnmaximierung, das kann also kein Kapitalismus sein.

Gewinnmaximierung und glückliche Mitarbeiter sind also zwei unmittelbar untrennbare Zielsetzungen. Wenn man zu wenig Geld macht, sind die Mitarbeiter nicht so glücklich, wie als hätten sie ihren eigenen Firmen-Pool und das Umgekehrte sieht man bei Lidl. Welches Unternehmen wirft auch noch nach vielen Jahren noch fette Dividenden an die Aktionäre ab, welches Unternehmen hat dauerhaft Gewinnsteigerungen? Das, bei dem die Mitarbeiter ständig schlecht behandelt werden oder das, wo sie gerne sind und sich wohl fühlen? Ich denke, die Antwort ist klar und eindeutig.

Was Lidl also macht, ist eher das gleichmäßige Verteilen von Elend: Elend für die Mitarbeiter und suboptimale Qualität für den Kunden. (Produkte, Service etc. Ich gehe doch viel lieber in einen Laden, in dem die Mitarbeiter lächeln und sich freuen.) Laut Winston Churchill (“Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends.”) handelt es sich also um sozialistisches Unternehmen.

Welch Zufall, dass Lidl dann auch noch mit der Stasi verglichen wird?

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